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Berufsbild

Was machen Kinder- und Jugendpsychiater eigentlich?
Kinder- und Jugendpsychiater sind Ärzte, d.h. sie haben Medizin studiert und behandeln in ihrem Fachgebiet alle Gesundheitsstörungen, die die Psyche von Kindern und Jugendlichen betreffen, seien sie seelischen oder körperlichen Ursprungs. Sie untersuchen und behandeln Störungen der Emotionen, des Denkens, des Gedächtnisses, des Erlebens und Verhaltens sowie der Psychomotorik, die die gesunde seelische Entwicklung behindern. Die Störungen können durch aktuelle Erlebnisse, durch zurückliegende belastende Erfahrungen, durch seelische Konflikte und zwischenmenschliche Spannungen, aber auch durch Entwicklungsstörungen und Veränderungen des Gehirns und des Gehirnstoffwechsels hervorgerufen werden. Manchmal äußert sich eine seelische Störung auch als körperliche Erkrankung (psychosomatische Störung), für die der Kinder- oder Allgemeinarzt keine ursächliche Erklärung hat.

Psychische Störungen bei Kindern sind schon früh beschrieben worden. Der Frankfurter Psychiater Heinrich Hoffmann hat bereits 1845 in seinem Bilderbuch "Der Struwwelpeter" typische kinder- und jugendpsychiatrische Störungsbilder geschildert. Das erste Lehrbuch über psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter veröffentlichte der Psychiater Paul Eminghaus (1887).
Das Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist noch jung. Erst 1964 etablierte es sich als selbstständige Disziplin der Medizin. Vorher war sie ein Teilgebiet der Kinderheilkunde und der Allgemeinpsychiatrie. Die heutige 5jährige Facharztausbildung zum Kinder- und Jugendpsychiater, die auch das Gebiet der psychosomatischen Störungen umfasst, beinhaltet auch eine psychotherapeutische Weiterbildung.

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